Schülerzeitung am Hölty Gymnasium Wunstorf

Allgemeines

Politische Debatte zur Bundestagswahl 2017 am Hölty

Am Dienstag dem 29.08.2017 hatten die Schüler unserer geliebten Schule die Möglichkeit, eine politische Debatte in der Pausenhalle zu besuchen. Bei dieser waren alle wichtigen Parteien, wie CDU, SPD, FDP, Bündnis 90/die Grünen, Die Linke und die wohl begehrteste Partei, die AfD, vertreten. Der Sinn war es, einen groben Eindruck über Parteiprogramme sowie den Ablauf einer Debatte zu erlangen, inwiefern das funktioniert hat, wird sich folgend zeigen.

Bereits um 17:30 Uhr hatte man die Möglichkeit, sich an Ständen der jeweiligen Parteien zu informieren, was auch wirklich grandios war, da man so in Kontakt zu Politikern und Mitgliedern kam, wobei interessante Konversationen entstanden. Allerdings war die halbe Stunde bis zur eigentlichen Debatte zu kurz, um in die Tiefe zu gehen oder bei allen Ständen Auskunft über Wichtiges zu erhalten. So nahm man seinen Platz ein, die Vorreden wurden gehalten und die Debatte begann. Anfangs wurde klar definiert, dass jedem Politiker eine Minute zur Verfügung steht, zumindest sollten sie nicht Ewigkeiten sprechen, sodass keinerlei andere zu Wort kommen würden. In der Theorie gut, wurde in der Praxis allerdings kaum bis gar nicht umgesetzt, wenn mit zarten Stimmchen, wobei zu erwähnen ist, dass dies nur in der ersten Runde der Fall war, nach Moderatorenwechsel, lief dies deutlich besser. Doch vorerst sollte die erste Runde, allein schon wegen der Chronologie, beschrieben werden. Die Anfangsfrage bezog sich auf Toleranz und wie die Parteien diese jeweils bewirken können. Jeder gab seine Antwort, dabei wurde oftmals die eine Minute überzogen. Wer exakt Gesagtes wissen möchte, braucht bloß einen Blick in jeweiliges Wahlprogramm zu werfen. Daraufhin wurde die Thematik ,,Bildung“ aufgegriffen, wobei erst nach Maßnahmen gegen Chancenungleichheit aufgrund verschiedener Bildungsschichten und danach nach Föderalismus gefragt wurde. Hierbei hätte sich fasst die erste Diskussion zwischen den Politikern ergeben, doch da die Moderatoren augenscheinlich etwas falsch interpretiert hatten, wurde es ihnen untersagt, es sei nicht der richtige Zeitpunkt. Auch auf Herr Kreyes Herumgefuchtel, was symbolisieren sollte, dass sie die Politiker gern diskutieren lassen dürfen, wurde nicht reagiert, somit war die erste Runde der Debatte recht eintönig und langweilig. Allerdings wurde diese Runde mit Fragen des Publikums abgeschlossen. Hierbei wurden die Fragen entweder von den Politikern nicht klar beantwortet, die Fragen nicht klar gestellt oder unter die Gürtellinie gegangen, resultierend also nur semi-ergiebig. Nach 15 Minuten Pause ein Moderatorenwechsel und es ging in die nächste Runde, mit dem deutlichen Hinweis, dass bitte diskutiert werden soll. Dies ging bei den Thematiken Außenpolitik in Bezug auf die EU und die EU im allgemeinen auch sehr gut und man fühlte sich das erste Mal wie ein Zuschauer einer Debatte. Wegen Zeitmangel, konnte zum Ende nur noch eine Frage gestellt werden, diesmal ohne ,,Skandale“. Die Debatte wurde beendet und man ging nach Hause, verständlicher Weise mit neuen Eindrücken und wohl auch Ansichten bezüglich der Parteien. Ich für meinen Teil wüsste nun, wen ich wählen würde, wenn ich könnte, was vorher definitiv nicht der Fall war!

Nun ein allumfassendes Fazit, damit man mehr als bloß den Verlauf der Debatte aus diesem Artikel mitnehmen kann. Es war sehr interessant, mit Verantwortlichen sprechen zu können und Nähe zu Politikern zu haben. Allerdings war einiges etwas daneben. Von der Technik abgesehen, wirkten die Repräsentanten einiger Parteien einfach eher unzurechnungsfähig und schienen wie Laien, die eigentlich keine Ahnung von der Partei oder gar von deren Politik haben. Der AfD-Repräsentant saß auf gepackten Koffern und war recht unkooperativ, weil es wohl bei einer vergangenen Debatte Zuhörer gab, die sich lautstark über die AfD beschwert hätten. Die Dame der Grünen musste das Parteiprogramm von ihrem Tablet ablesen und war bei einer einfachen Frage so überfordert, dass sie bereits Gesagtes einfach wiederholte, ohne auf die Frage einzugehen. Meines Erachtens nach Punkte, die so von Politikern nicht akzeptabel sind. Weitergehend war es sehr schade, dass es im Vorfeld keine Werbung für die Debatte gab, sodass jüngere Schüler  anscheinend nicht wussten, dass es diese Debatte überhaupt gab oder sie ebenfalls eingeladen waren. Stattdessen wurden Oberstufenschüler, die Politikunterricht haben, mehr oder minder verpflichtet, dort aufzutauchen, wenigstens wurde einem dieser Zwang im Vorfeld suggeriert, letzten Endes hieß es, dass es nur von Vorteil sei, aufgetaucht zu sein. Das es dabei Spezialisten gab, die sich herzlich wenig für all das interessiert haben und lieber am Handy oder mit (woher sie sie auch immer hatten, man will es nicht wissen) Kondomen spielten, liegt wohl auf der Hand. Jedoch war es eine sehr informative Veranstaltung und ich würde wohl wieder hingehen, wenn ich die Möglichkeit bekomme.

Über den Autor

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*