Schülerzeitung am Hölty Gymnasium Wunstorf

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Vom Hugo zum Boss…

Herr Utech und sein Therapeut in der Vorstellung

„Herr Utech“ und sein Therapeut in der Vorstellung

… ist ja bekanntlich das diesjährige Abi-Motto. Und wie in jedem Jahr führte auch dieser Abschlussjahrgang „Abi on Stage“ auf. Hierbei sollen die lustigsten und charakteristischsten Seiten der Lehrer und Schüler und des Unterrichts aus den vergangenen zwei Jahren Oberstufe dargestellt werden. Um 18:30 Uhr füllte sich an drei Abenden im März und April 2014 die Aula mit Eltern, Geschwistern, weiteren Angehörigen, Freunden oder einfach nur schaulustigem Publikum. Philipp Sonnack und Leonie Rohlfing waren für die Organisation und Planung zuständig, sie richteten auch als erstes das Wort an das Publikum und wünschten ihm im Voraus viel Spaß. Danach betraten die drei Moderatoren Athanasios Kontos, Ihsan Mun und Lukas Perez-Aleth die Bühne und leiteten die Zuschauer munter durch das Programm des Abends.

Zu Beginn wurde der Kaus-Kurs vorgestellt, wobei der beste Teil der Präsentation aus dem Video bestand, wo „Papa Kaus“ seinen Schülern aus jeglicher Misere hilft mit den Worten: „Lass das mal den Papa machen!“. Das Bio-Tutorium bei Frau Bartels und Frau Stockmeier spielte eine erdachte Szene; die beiden Biologinnen wandern durch den Urwald und können ihre super-ordentliche Kollegin Frau Beuker nur vor einem Zauber retten, indem sie eine perfekte Diagrammbeschreibung abliefern, was für Frau Stockmeier das A und O darstellt, um gute Noten in Biologie zu erhalten. Es folgten weitere Kurse, die die kleinen, aber liebenswerten Macken ihrer Lehrer auf lustige Weise präsentierten. Der Großer-Kurs fiel leider etwas aus dem Rahmen und überschritt die Grenze zwischen Lustig-sein und Unverschämtheit. Als ein Bild von Frau Großer auf der Kursfahrt nach Dublin gezeigt werden sollte, stattdessen aber ein Graffiti eines hässlichen Tiers mit Hängebusen, fett und überhaupt nicht schön anzusehen gezeigt wurde, hörte der Spaß auf. Die Schauspieler nuschelten dann nur etwas wie: „Ups, das ist jetzt aber nicht Frau Großer“ und schalteten weiter. Aber es folgte kein wirkliches Bild mehr von ihrer Tutorin. So witzig es auch gemeint sein sollte, so sehr hat es doch eine verletzende Wirkung, vor allem, weil ein richtiges Foto nicht mehr folgte.

Auch beim Deutsch-Tutorium von Herrn Utech hätte man einiges besser machen können. Es war zwar ganz lustig, allerdings hätte man bessere Klischees des Lehrers bedienen können, wodurch die Vorstellung deutlich an Wert gewonnen hätte.

Zwischen den einzelnen Tutorenkurs-Darbietungen unterhielten uns die drei Moderatoren und boten den Zuschauern eine eigene kleine Show, in der es um seelische Verletzung und Wiederversöhnung unter drei Migranten ging, die überaus satirisch mit Vorurteilen gegenüber Ausländern spielten.

An sich war die Vorstellung des Abiturjahrgangs ganz unterhaltsam, den Eintrittspreis von ein paar Euro hat man durch gute Komödien und Gesangseinlagen quasi zurückgezahlt bekommen und die einzelnen Darbietungen waren durchaus sehenswert, auch wenn einige Kurse teilweise über das Ziel der bloßen Unterhaltung hinausgeschossen sind, was die Stimmung ein wenig drückte.

AG

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arne

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